Für Leute, die selbst nicht in der Landjugend sind, oder keinen Bezug dazu haben stellt sich oft die Frage: "Können die eigentlich auch noch was anderes wie Saufen oder Lärm machen?"
Um dieses Vorurteil nicht so dastehen zu lassen hat sich unsere ehemalige Schriftführerin Monika Kraus im Folgenden bemüht euch so gut wie möglich die Aktivitäten und Hintergründe einer Gemeinschaft wie unserer näher zu bringen:
Ursprünglich gab es Landjugenden größtenteils um den Zusammenhalt auf dem Land zu stärken, Traditionen weiterzuführen und zu erhalten und um sich gegenseitig bei der Landwirtschaft zu helfen.
Heute schaut das natürlich etwas anders aus. Die Grundgedanken sind zwar noch die selben, aber es bieten sich noch ganz andere Möglichkeiten. Das Wichtigste, und weshalb die Landjugenden so großen Zuspruch finden, ist der Zusammenhalt des Vereins. Man geht miteinander weg, feiert Partys, geht ins Kino oder besucht Konzerte, pflegt Bekanntschaften zu anderen Landjugendgruppen und unternimmt Ausflüge. Im Sommer nimmt die Landjugend an vielen Festzügen teil. Auch Sport, wie zum Beispiel Fuß- und Volleyball, Bowling, Schlittschuhlaufen oder Schwimmen wird geboten. Bei verschiedenen Wettkämpfen kann die Gruppe dann zeigen, was sie draufhat. Aber nicht nur für die körperliche Fitness ist gesorgt, sondern auch die geistige kommt bei verschiedenen Quizveranstaltungen oder Besichtigungen nicht zu kurz. Und auch ein gemeinsamer Urlaub steht jedes Jahr auf dem Programm, bei dem man neben viel Spaß auch fremde Kulturen und Landschaften erkunden kann. Durch die Landjugend lernt man aber auch für den Alltag. In verschiedenen Seminaren, Kursen und Lehrgängen erhalten Interessierte z. B. Einblick in die Erste Hilfe, Rhetorik oder darf auf Kochkursen Küchen über die Schulter schauen und selbst den Kochlöffel schwingen.
Der Höhepunkt des Gemeinschaftslebens unserer Landjugend ist die alljährliche Haidbergkärwa. Dann hilft die ganze Gruppe zusammen, plant schon lange vor dem eigentlichen Fest, holt Genehmigungen ein, schreibt Einladungen, macht Werbung. Wenn es dann soweit ist, wird alles aufgebaut, dekoriert und die Arbeiten verteilt. Am Ende macht es dann trotz - oder gerade wegen - der Anstrengungen stolz, zu sehen, was man gemeinsam geschafft hat!
Und last but not least: auch die heutigen Mitglieder erhalten die Traditionen genauso wie früher. Wir "Losnitzer" binden jedes Jahr Erntekrone und zeigen unsere Trachten auf verschiedenen Festzügen. Früher machten die Jungs und Mädels auch noch mit Begeisterung Volkstanz aber leider wurde dieser Brauch irgendwann nicht mehr weitergeführt. Vielleicht können wir ja mal wieder damit anfangen! (Strengt euch mal an, Jungs!)
So, das wars. Man sieht, es wird ganz schön was geboten und es wird nie langweilig.
Ich hoffe ich konnte jetzt das Vorurteil, dass Landjugenden nur saufen können, aus der Welt räumen und euch das, was diese Gruppe ausmacht, ein wenig näherbringen!