Der Haidberg, oder für und der"Haaberch", ist eigentlich ziemlich jeden bekannt. Man könnte jetzt viele schöne Geschichten über ihn erzählen, z.B., dass kein Kompass auf ihm funktioniert weil er zum Großteil aus magnetischen Eisenerz besteht...
Weil das aber für die meisten nicht wirklich interresant sein dürfte werden wir das Thema der alljährlichen Haidbergkärwa - abgehalten von uns, der Landjugend Großlosnitz e.V.
Die Haidbergkärwa ist eine der grßten Ereignisse im Landjugendjahr. Ob Landjugendmitglied, Partyfreaks oder Rentner... hier kommt einfach jeder auf seine kosten.

... sind wie jedes Jahr nur vom allerfeinsten und lassen euch keine Wünsche offen. Weil die Bands von Jahr zu Jahr variieren ist Eintönigkeit kein Thema für uns. Freitags und Samstags gibts die beste Partymusik wie Rock, Pop, Hip-Hop oder Independent. Der Sonntag wird etwas ruhiger angegangen. Nach dem Weißwurst- Frühschoppen gibts Nachmittags guten, selbst gebackenen Kuchen und frischen Kaffe dazu. Damit`s auch schmeckt haben wir extra für ältere Leute einen Alleinunterhalter organisiert der neben dem leiblichen Wohl auch für das seelische Wohl sorgt. Sonntag abends spielen wie immer die Geier-Straits, daran wird sich auch in den nächsten Jahren nichts ändern. Die Geier spielen Schlager und aktuelle Charts - die beste Tanzmusik also. Außerdem findet Sonntag abend das Kärwa-Aufspielen statt.

... ist ein alter Brauch und stammt noch aus Zeiten in denen man noch so richtig gut tanzen konnte. Ein Kärwapärchen besteht logischerweise aus einem Kärwaburschen und eine Kärwamaderl. Die Jungs suchen sich ca. 8 Wochen vor der Kärwa eine geeignete Partnerin. Ist diese gewillt, so fertigt sie in stundenlanger Arbeit eine Kärwaschürze an, die bunt bestickt ist und nebst Blumen und anderen Motiven durch den Namen des Burschen verziehrt wird. Damit der Junge in den 2 Monaten auch was zu tun hat, muss er sich witzige Kärwasprüche ausdenken, die gegen andere Kärwaburschen oder Personen gerichtet sind - oberste Regel: Die Gedichte dürfen nicht verletzend sein!
Wenn der große Tag kommt, dann müssen alle Sprüche und Schürzen fertig sein. Der Kärwawagen (Traktor mit Anhänger und Sitzgelegenheiten) wird mit Blumen geschmückt und der Kärwasprenger mit Bier gefüllt. Der Sprenger, eingentlich nur eine normale, geschmückte Gießkanne, bekommt eine besondere Bedeutung zugesprochen: Er ist während des ganzen Tages so zu sagen der "Heilige Gral" der Kärwa. Auf ihn muss man gut aufpassen, da andere Landjugenden gerne mal dazu neigen diesen zu stehlen was dazu führt, dass eine kleine Ablösesumme fällig wird. Ist alles vorbereitet wird mit dem Wagen durch verschiedene Dörfer gezogen, die vorher ausgemacht wurden und über die allgemeine Sprüche gedichtet wurden. Nach einer kleinen Sing- und Tanzeinlage wird entweder noch ein Happen zu Essen eingeschmissen oder ein Gläschen Hochprozentiger getrunken und zum nächsten Haus marschiert. Diese Prozedur nennt man das Kärwa-Rumspielen. Wurden alle Häuser besucht, dann geht`s in voller Montur zurück zum Haidberg (ca. 17-18.00 Uhr). Bis zum Kärwaaufspielen bleiben den Kärwapärchen somit noch ein paar Stunden, um sich vom anstrengenden von-Haus-zu-Haus-ziehen zu erholen und neue Energieen zu tanken.
Abends gehts dann auf der Bühne noch mal so richtig rund: Wenn das Zelt am vollsten ist, dann macht sich die Kärwagemeinschaft zum Kärwa-Aufspielen bereit und zieht mit Musik begleitet ins Zelt ein. Auf der Bühne wird getanzt, die ausgearbeiteten Sprüche vorgetragen und zur Erhaltung der Stimmlage auch mal ein Schluck vom Kärwasprenger genommen. Wenn man Glück hat, kommt sogar einmal der Bürgermeister mit auf die Bühne und singt ebenfalls ein paar selbst gedichtete Lieder :)
Nach all den Strapatzen wird in der Bar der Ausklang der Kärwa gefeiert, wobei die Mädchen von den Jungs den ganzen Abend lang frei gehalten werden müssen! Zum Dank der angefertigten Schürzen werden die Mädchen außerdem noch einmal seperat zum Essen eingeladen... verdienterweise.